03.02.2015 | Erweiterungsbau macht bei Ketterer-Getriebe neue Fahrzeuganbindung notwendig

Erweiterungsbau macht bei Ketterer-Getriebe neue Fahrzeuganbindung notwendig

Südkurier, 03.02.2015

Im vergangenen Jahr hat die Firma von der Stadt das Technische-Dienste-Areal gekauft. Das ermöglicht es, die neue Fläche teilweise für eine geänderte Anlieferung zu nutzen.

Durch einen Flächenzukauf von rund 3000 Quadratmeter erschließen sich für die Firma Ketterer Getriebe Erweiterungsmöglichkeiten für Produktion und Montage. Seit vergangenem Jahr ist Ketterer Getriebe im Besitz des benachbarten Technischen-Dienste-Gebäudes samt Gelände. Auch wenn die Stadt einen auf fünf Jahre befristeten Mietvertrag für das Areal besitzt, beginnt bereits die Überplanung.

Man wolle die Fläche erweitern, um saubere Produktionsabläufe zu gewährleisten, sagte Geschäftsführer Odin Jäger gestern bei der Vorstellung des Erweiterungsvorhabens. So wird der neben dem Hauptgebäude gelegener Baukörper um elf Meter in Richtung Technische-Dienste-Areal verlängert.

Im Erdgeschoss entstehen 600 Quadratmeter Nutzfläche, die zu zwei Dritteln der Montage und zu einem Drittel der Produktion zugeschlagen wird. Die Versandabteilung zieht mit geringfügigem Raumgewinn ans Kopfende des nüchtern wirkenden, komplett verglasten und dachbegrünten Industriebaus. Im Obergeschoss werden auf 200 Quadratmetern neue Büroräume geschaffen.

Der Flächenzuwachs schafft die Möglichkeit, die Maschinenaufstellung in der Produktion neu zu strukturieren. Allein 2014 wurden zwei CNC-Drehmaschinen, zwei Zahnradfräsmaschinen und eine Presse angeschafft und „diese Maschinen brauchen Platz“, so Jäger. In komplett neue Räumlichkeiten wird die Zahnradfertigung ziehen, auf mehr Fläche ausbreiten werden sich die Drehteile- und Teilefertigung.

Rund zwei Millionen Euro lässt sich die Firma den Flächenzukauf und den Erweiterungsbau jeweils etwa hälftig kosten. Etwa 100 000 Euro werden logistische Verbesserungen auf dem Gelände kosten. Sobald die Arbeiten für den neuen Baukörper in Angriff genommen werden, ist die bisherige Firmenzufahrt für Personal und Zulieferung nicht mehr nutzbar. Die Firma nutzt diese Herausforderung durch eine Verkehrsführung. So werden Fahrzeuge in bisher entgegengesetzter Fahrtrichtung hinter dem TD-Gebäude vorbei entweder auf den Firmenparkplatz oder zur Anlieferung geführt. Die Ausfahrt erfolgt über die bisherige TD-Zufahrt. Diese Regelung ist mit dem Mieter Stadt Furtwangen abgesprochen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde dem Bauvorhaben das Einvernehmen erteilt, der Eigenbetrieb arbeitet ohne Einschränkungen am alten Standort weiter.

Für den Schwerlastverkehr hat der Industriebetrieb zwei Kreisverkehr-Lösungen mit jeweils 22 Meter Durchmesser vorgesehen. In Pflasterung ausgeführt werde einer im Bereich der Anlieferung, nur auf der Fahrbahn markiert werde einer am Beginn der Umfahrung des TD-Gebäudes. „Weil sonst lange Fahrzeuge Schwierigkeiten hätten direkt in die Rechtskurve zu gehen“, erläuterte Bozidar Kalezic, bei Ketterer für die Bauvorhaben zuständig.

Bild & Text: Jens Wursthorn

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