13.07.2013 | Ketterer Getriebe zahlt Familien die Kita

Ketterer Getriebe zahlt Familien die Kita

Südkurier, 13.07.2013

Furtwangen – Einen Vorstoß für Familienfreundlichkeit und gegen den Fachkräftemangel macht Ketterer Getriebe. Allen fest angestellten Mitarbeitern zahlt die Firma anfallende externe Betreuungskosten für jedes Kinder, das noch nicht schulpflichtig ist.

Pro Kind können das bis zu 150 Euro sein. Egal ob Krippe oder Tagesmutter, egal ob in Furtwangen oder anderswo: „Die Betreuungsform ist uns egal. Es genügt, dass die Eltern eine Abrechnung vorlegen“, sagte Geschäftsführer Robert Jäger. Und ergänzt: Der Zuschuss sei steuerneutral und wirke sich nicht auf die Steuerpflicht der Familien aus.

Ziel der Initiative sei es, dass insbesondere Mitarbeiterinnen, die Kinder bekommen haben, früher wieder arbeiten können, ergänzte Personalleiterin Martina Gnirß. Für das Angebot in Frage kämen derzeit 25 „Ketterer-Kinder“. Nicht nur, weil Ketterer-Getriebe besonders in den Büros über ein junges Team mit potenzieller Familienplanung verfügt, haben Geschäftsleitung und Personaleiterin ein „Ketterer Familienkonzept“ entwickelt.

„Wir suchen schon jetzt Fachkräfte im gewerblichen Bereich“, so Jäger. In den gewünschten Berufsgruppen seien in der Region ohnehin wenig verfügbar. Das Problem verstärke sich, weil kaum jemand nach Furtwangen kommen möchte. Mit dem Betreuungszuschuss möchte sich die Firma attraktiver machen. Er soll sich herumsprechen und werben: Der Wunsch der Initiatoren ist es, dass mögliche Beweber und bisherige Einpendler an ihrem Arbeitsort auch ansässig werden.

Ein weiterer Konzeptbaustein greift in den Sommerferien. In der zweiten Ferienhälfte spendiert die Firma Mitarbeiterkindern die Teilnahme des Furtwanger Ferienprogramms.

Weitere Erleichterungen für Eltern könnten in der Einrichtung von Homeoffice-Plätzen liegen. Er könnte sich das vorstellen, so Jäger. Ganztagsarbeit aus der Ferne sei zwar noch nicht der Fall, aber in der Auftragserfassung sind Mitarbeiter bereits stundenweise von Zuhause aus tätig. „Vermutlich werden wir darüber entscheiden, wenn eine Anfrage vorliegt“, betonte der Geschäftsführer das Entwicklungspotenuzial des Konzepts. „Es ist nicht starr. Wir wollen sehen ,wie es sich weiter entwickelt“, fügte er an.

Von Jens Wursthorn

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