1899 - 1920 | Strom + Radio


1899 Stromzähler-Produktion

Nach Gas und Wasser wandte sich die BKS zur Jahrhundertwende der Stromzählerproduktion zu: Um an der Spitze der Entwicklung zu stehen, bitte Felix Ketterer die Uhrmacherschule, seinen ältesten Sohn Oskar in der Konstruktion und im Bau von Stromzählern auszubilden. Um 1900 verlassen die ersten Wechselstrom-Zähler die BKS. In den 1920er-Jahren entsteht aus diesem Produktionszweig die Deutsche Zählergesellschaft (DZG).

1910 Größter Arbeitgeber

Das Jahr 1910 ist in jeder Hinsicht eines der erfolgreichsten – und es ist das letzte mit Felix Ketterer an der Firmenspitze, der 1911 im Alter von 64 Jahren stirbt. “Benedikt Ketterer & Söhne” ist zur größten Furtwanger Fabrik aufgestiegen, die BKS beschäftigt nunmehr 350 Mitarbeiter. Nach dem Tod von Felix Ketterer steht Oskar Ketterer an der Spitze des Unternehmens, das er zusammen mit seinem Schwager Ernst Hepting leitet.

1920 Die BKS und das Radio

Die Radiotechnik und ihre vielen Möglichkeiten elektrisierte die Furtwanger Uhrenfabriken – viele erhofften sich einen neuen Zukunftsmarkt. Zusammen mit Professor Dr. Weiss entwickelte die BKS sogenannte “Radio-Baupläne” samt Teile, die einen Radio-Selberbau möglich machten. Der Furtwanger Radiopionier Oskar Ketterer hatte darin die volle Unterstützung seines Schwagers Emil Ketterer, Leiter der Uhrmacherschule, der als technischer Berater fungierte. Der Markt entwickelte sich rasch, aber die BKS blieb dann doch bei ihrem Kerngeschäft, dem Getriebebau.